Informationsstelle "Dritte Welt"
des Ev. Kirchenkreises Duisburg

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 3. Duisburger Sozialforum

 
GLOBALISIERUNG DER ARMUT?

13. November 2004
Ev. Gemeindezentrum Duisburg-Mittelmeiderich

Die nahezu allseitige Übernahme des neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells scheint unabwendbar zu sein. Das Credo lautet: Nur absolute Marktfreiheit könne Wohlstand für alle schaffen. Also wird modernisiert, privatisiert, flexibilisiert und dereguliert: Hartz, Rürup, Agenda 2010, Ich-AG, Kopfpauschale sind die Stichworte aus der deutschen Diskussion. Unter anderen Namen wird dieselbe Politik in allen Ländern umgesetzt. Eigentlich leben wir in einem reichen Land, aber von der Politik hört man allenthalben: Zur vorgenannten Politik gibt es keine Alternative!

Weltweit wächst jedoch ein Unbehagen, spüren die Menschen, daß statt der versprochenen Wohlstandsmehrung für viele offensichtlich soziale Unsicherheit oder sogar Armut das Schicksal sein könnten.

 

 

GLOBALISIERUNG DER ARMUT?

Getragen vom Motto „Eine andere Welt ist möglich!“ machen sich auf den Weltsozialforen und den mittlerweile drei Europäi-schen Sozialforen Menschen auf die Suche nach gesellschaftlichen Alternativen: Wie soll eine Welt beschaffen sein, in der alle ihr Auskommen haben? Wie kann so eine Welt erreicht werden? Um diesen weitreichenden Fragen angemessen gerecht zu werden, werden die  Diskussionen des diesjährigen Duisburger Sozialforums erstmalig in Form eines Open Space durchgeführt.

10.30 h Begrüßung

Die Globalisierung von Reichtum und Armut

Wie sehen die gegenwärtigen Formen der gleichzeitigen Entstehung von Armut und Reichtum aus? Welche Rolle spielen internationale „Finanzinvestoren“, die „Berater“ und die Standortkonkurrenz? Warum hilft der Staat noch mehr als früher, Reichtum bei wenigen entstehen zu lassen, auch mit kriminellen Methoden, und die (Noch-)Beschäftigten und Un-Beschäftigten zu diskriminieren und auszupressen? Warum erklären Unternehmen und große Parteien die Schaffung neuer Arbeitsplätze zum wichtigsten Ziel, und warum und wie fördern sie in Wirklichkeit das Gegenteil? Wie werden die unterschiedlichen Einkommen bei abhängig Beschäftigten, Topmanagern und Aktionären gerechtfertigt? Geht es überhaupt nach Leistung? Schließlich: Wie kann der geschaffene Reichtum aus der asozialen Privatisierung und aus den globalen Verstecken in die Gesellschaft zurückgeholt und der gemeinschaftlichen Gestaltung unterworfen werden?

Vortrag Dr. Werner Rügemer; Publizist, Lehrbeauftragter Uni Köln,                                     Mitglied bei Transparency International

12.30 h Beginn des Open Space

Open Space

ist ein offener Diskussionsraum,
den dieTeilnehmenden selbst ausgestalten.
Der inhaltliche Rahmen wird durch den einleitenden Vortrag umrissen. Statt vorgegebenerThemen und Arbeitsgruppen ergibt sich der Ablauf aus ihren Fragen und Ideen: Wie oft während der Tagungspausen das Wesentliche zur Sprache kommt,
können und sollen die Teilnehmenden von einer
Diskussionsgruppe zur anderen wandern.
Professionelle Moderatorinnen gestalten
für Sie einen "offenen Raum"
für intensiven Austausch.

Moderation: Helga Brüggemann; Systemische Beratung Düsseldorf                  Sofia Schwarzat; agents for change

13.00 h Mittagspause

13.45 h Open Space-Gruppen (inklusive Kaffeepausen)

15.15 h Plenum

Was passiert in Duisburg?

16.00 h Plenum

Bericht über das ESF 2004
(Europäische Sozialforum) in London: Wer hat teilgenommen? Welche Absprachen wurden getroffen? Für den Sommer 2005 ist ein Sozialforum in Deutschland geplant: Wie könnte eine Beteiligung aus Duisburg aussehen

VORBEREITUNGSKREIS
Hermann Dierkes, Betriebsrat Eisenbahn & Häfen GmbH / Joachim Glund, Europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung / Inge Holzinger, Friedensforum Duisburg / Hans-Peter Lauer, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt / Jens Richter, attac Duisburg  Martin Schaper, Infostelle „Dritte Welt“ / Andreas Schlüsener, attac Duisburg / Angela Wermke, Infostelle „Dritte Welt“

 

 

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